Ausgangssituation:
- Durch den Kriegsausbruch in der Ukraine kam es zu einem sofortigen Produktionsstopp bei einem zentralen Tier-1-Zulieferer.
- Die Belieferung mit hochwertigen Lederbezügen für das Flaggschiff-Modell des OEM war massiv gefährdet.
- Es bestand akute Gefahr für Bandstillstände in den OEM-Werken, da keine Ersatzkapazitäten verfügbar waren.
Unser Vorgehen:
- Entwicklung und Steuerung eines Notfall-Verlagerungsprogramms an alternative Standorte in Polen und Südostasien.
- Organisation des internationalen Transports sowie der Integration empfindlicher Näh- und Perforationsanlagen.
- Rekrutierung, Schulung und Zertifizierung neuer Teams sowie Einrichtung der notwendigen Infrastruktur und Werkslayouts.
- Enge Abstimmung mit dem OEM für Expressfreigaben – von Erstmustern bis hin zur PPAP-Serienfreigabe.
- Einrichtung einer täglichen „War Room“-Kommunikation mit allen Stakeholdern, um Produktion, Qualität und Lieferkette zu steuern.
Ergebnisse:
- Erfolgreiche Produktionsverlagerung in drei Länder innerhalb weniger Wochen.
- Hochlauf auf rund 450–500 Sitzbezüge pro Tag an allen neuen Standorten, volle Lieferfähigkeit wiederhergestellt.
- Vermeidung von Bandstillständen beim OEM, Sicherstellung der Premium-Fahrzeugproduktion.
- Aufbau eines Dual-Sourcing-Systems zur Risikominimierung bei künftigen geopolitischen Krisen.
Fazit
Die Lieferkette wurde unter Extrembedingungen gesichert – globale Produktionsstabilität erfolgreich hergestellt.
